druckkopf

Impressum  

Geschichte der Marien-Apotheke Steingaden

Die Heutige Marien-Apotheke befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Klosterrichters, des einzigen Beamten des Prämonstratenserstrifts Steingaden. Das Kloster wurde im Jahr 1147 von Herzog Welf VI. gegründet. Das Gebäude wurde etwa Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut, während des 30-jährigen Krieges teilweise zerstört und in der heutigen Form um 1650 wieder erbaut. Es diente dem Klosterrichter als Amt- und Wohnsitz.
  
Nach der Säkularisation des Stifts Steingaden verlagerte der letzte Klosterapotheker die Apotheke, die in der heutigen Pfarrhofsküche untergebracht war, in das Klosterrichterhaus. Normalerweise wurden zu dieser Zeit die Konzessionen für Apotheken vom Staat vergeben. Der letzte Klosterapotheker war auch der erste Apotheker der heutigen Marien-Apotheke, die sich seit dieser Zeit in Familienbesitz befindet. Er erwarb nicht nur das Klosterrichterhaus, sondern auch die „Apothekengerechtsame“, ein Realrecht, das vererbt werden durfte.
Um die Jahrhundertwende entstand die heute noch existierende Offizindecke.
 
Ernst Adolf Weeber übernimmt die Marien-Apotheke, sie war damals die einzige Apotheke zwischen Schongau und Füssen.
  
Ernst Otto Weeber übernimmt die Marien-Apotheke. Zu dieser Zeit wird noch eine sehr große Anzahl von Rezepturen und Tierarzneimittel in der Apotheke angefertigt.
  
In enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalschutz ist es gelungen, in einer 9 Monate dauernder Restaurierung des Hauses die Betriebsräume zu modernisieren und gleichzeitig der historischen Bedeutung des Hauses gerecht zu werden. Durch die komplette Unterkellerung des Hauses und die Hinzunahme bisher privater Räume wurde ausreichend Platz für eine neuzeitliche Apotheke geschaffen. Die alte Einrichtung und die Decke wurden von einheimischen Heimwerkern und Restauratoren mit sehr viel Geschick wiederhergestellt. Die Farben wurden originalgetreu aufgefrischt. Der neue Teil der Apothekeneinrichtung wurde dem Original nachempfunden. Die alte Handregistrierkasse und die bemalte Offizindecke im alten Teil der Apotheke, gemalt vom Bruder des bayerischen Volksschriftstellers Ludwig Thoma, sind auch heute noch die Prunkstücke der Marien-Apotheke.
  
Die Apotheke wird von Ernst Otto Weeber – seit vielen Jahren amtierender Bürgermeister der Gemeinde Steingaden – an seine Schwiegertochter Dr. Felicitas Weeber übergeben.
  
Steingaden erinnert mit dem Welfenspiel an die Auflösung des Klosters Steingaden. Wir feiern das 200-jährige Bestehen unserer Apotheke.
Marien-Apotheke Steingaden
Marktplatz 2 - 86989 Steingaden
Tel. 0 88 62 / 91 10 - 20 - Email: info@marienapotheke-steingaden.de

Alte Schule
Traditionelle Osteopathische Weiterbildungen
Kleinfeld 59 - 21149 Hamburg
Tel. +49 40 702 73 26
Email: alteschule@koopdo.de